Berlin Marathon: der Frühstückslauf

Der Frühstückslauf  findet in Berlin seit den 1980er Jahren statt,  am Tag vor dem Berlin-Marathon. Vorbild für den Frühstückslauf in Berlin war der New York Marathon. Inzwischen ist der Berliner Frühstückslauf ein fester Bestandteil der Veranstaltung „Berlin-Marathon“ geworden. Eindrücke von der „Schlacht am kalten Buffet“ finden Sie hier auf ZOOM-Berlin.de.

Bei einem kleinen Rahmenprogramm sammelten sich die Läufer am Startpunkt vor dem Charlottenburger Schloss, wo die Laufroute des Berlin-Marathon-Frühstückslaufs begann. Der Sponsor des Marathons durfte anlässlich dieses geselligen Events seine BMWs vorstellen, und jeder, der wollte, bekam einen Luftballon mit Werbeaufdruck. Die Ballons flogen dann ganz friedlich in den sonnigen Morgenhimmel.

Musik, das schöne Wetter und die eine oder andere ausgefallene Kostümierung sorgten von Beginn an für eine ausgelassene Stimmung. Angeführt wurde der Lauf von einer Reihe BMWs mit Elektroantrieb. Für die Streckensicherung hatte die Berliner Polizei gesorgt. Und pünktlich wie geplant, hoppelten wir um 9:30 Uhr los, ab da war’s dann Berlin zu Fuß.

Der Frühstückslauf vom Schloss zum Stadion

Die Laufroute des Frühstückslaufs ohne Wettkampfcharakter, die am Schloss Charlottenburg begann, führte durch das Westend auf einer etwa sechs Kilometer langen Strecke zum Berliner Olympiastadion. Ab und an waberte eine La Ola, ausgelöst durch die Frontleute, durch den Läuferpulk nach hinten, denn das Tempo dieses Frühstückslaufs Berlin 2012 war sehr moderat. Jeder Freizeitläufer soll hier seinen Spaß haben. Eine Zeit wird weder genommen, noch spielt sie eine Rolle.

Für einige Teilnehmer dürfte der Berlin-Frühstückslauf ihr sportliches Jahreshighlight sein. Ich habe mir auch schon vorgenommen, sollte ich keine Lust mehr haben, den Berlin-Marathon zu laufen, den Frühstückslauf werde ich auf jeden Fall mitmachen *grins*. Bei diesem Ereignis muss man einfach dabei gewesen sein, egal ob als Eingeborener, Zugereister oder Marathon-Tourist.

Vom Scholzplatz kommend, sieht man dann schon von Weitem die Olympischen Ringe des Stadions, in welchem die Teilnehmer dann auf der linken Seite entlangliefen. Hinter der S-Bahn-Station Olympiastadion führte die Strecke über den Marathontunnel in den Innenraum des Berliner Olympiastadions.
Hier hatten die Veranstalter noch für eine Ehrenrunde aller Teilnehmer des Frühstückslaufs Berlin gesorgt, die von vielen Läufern für ein Erinnerungsfoto genutzt wurde. Nach dieser Runde wurden die Frühstücksläufer wieder hinaus vor das Olympiastadion geführt, wo die Stände des Buffets aufgebaut waren.

 

Ein Frühstückslauf macht „echt“ hungrig!

Eigentlich muss sich niemand hetzen beim Run auf das Büfett beim Frühstückslauf, denn es ist stets genug für alle da. Aber einige Teilnehmer scheinen große Angst zu haben, vom kostenlosen Buffet nichts abzubekommen. Auch diesmal war wieder vieles aus der Schatzkiste menschlicher Verhaltensweisen zu beobachten. Von manierlichem Anstehen bis zu Schubsen und Drängen. Aber die Grobheiten hielten sich im Rahmen, und wahrscheinlich blieb vom Frühstück sogar noch etwas übrig.

Erfahrene Teilnehmer des Frühstückslaufs wissen, dass viele Stände das sich wiederholende, gleiche Angebot haben, und dass es daher nicht sinnvoll ist, sich am ersten Stand in eine lange Schlange zu stellen. Der Tipp vom Profi lautet daher: Gehen Sie einfach zwanzig Stände weiter!

Aber am Ende war es doch wieder ein sehr schönes Erlebnis. Es ist immer wieder etwas Besonderes, Berlin draußen auf diese Weise zu erleben.

Weitere Reportagen finden Sie hier auf ZOOM-Berlin.de!