Berlin-Marathon: soweit die Füße tragen…

Der Berlin-Marathon 2012 warf schon Tage vor dem Lauf seine Schatten in Form nervlicher Anspannung voraus.  Die üblichen Fragen kamen auf: War das Training für 42 km ausreichend? Wie werde ich den Streckenabschnitt überstehen, wo „der mit dem Hammer“ lauert? Wie der Marathontag aus Sicht eines Teilnehmers verlief, lesen Sie hier bei ZOOM-Berlin.de!
Läufer auf dem Weg zum Start des Berlin Marathon.
Der Tag begann ganz prima. Halbwegs gut geschlafen und lecker gefrühstückt, das war schon mal ein guter Start für das Projekt Berlin-Marathon 2012. Die Reise Richtung Marathon-Start-Bereich ging zügig mit der S-Bahn vom Heidelberger Platz zum Hauptbahnhof. Ein paar letzte Meter ging es dann zu Fuß, inmitten gut gelaunter Marathonteilnehmer, zum Platz der Nationen. Im Gegensatz zu meinem letzten Berlinmarathon hatte ich diesmal keine Bedenken, dass ich nicht rechtzeitig zum Start gelangen würde. Vor allem die Gruppe der „Mitläufer“ aus dem hinteren Startblock H hatte immer noch gut eine halbe Stunde bis zum eigenen Startbeginn, um beim Laufen Berlin zu erleben.

 Der Berlin-Marathon und die guten Vorsätze

Die Erfahrung hat gezeigt und bleibt in Erinnerung, dass ein Toilettengang vor Beginn des Laufs zwar sinnvoll ist, aber lange Schlangen vor den Toilettenhäuschen die Wartenden zur Verzweiflung treiben. Deshalb lautet der Tipp vom alten Hasen: Bis kurz vor dem Start warten, dann sind alle Dixiboxen frei!Wer nicht gerade als praktizierender Hochleistungssportler am Berlin-Marathon teilnimmt, wird vermutlich auch nur seine eigenen Erwartungen erfüllen müssen. Allein das Erwähnen der eigenen Teilnahme genügt im Bekanntenkreis meistens schon, um eine bewundernde Reflex-Bemerkung wie „Das könnte ich nicht!“ auszulösen. So stand ich am 30.09.2012 im Startbereich, auf der Straße des 17. 6 (Junis), mit noch 40.000 weiteren Läufern. Man machte sich Gegenseitig noch mal kräftig Mut, vor allem in den hinteren Startblocks, in denen schon das Durchkommen ein Erfolg und Grund zum Feiern ist. Zu Beginn überwiegt noch die Vorfreude darauf, auf diese Weise Berlin zu Fuß zu erleben. Die guten Vorsätze hinsichtlich der eigenen Leistungsbereitschaft lasten noch nicht allzu schwer auf den Schultern. Vor dem Start des Berlin Marathons träumt man noch davon, mit seiner diesjährigen Leistung in die nächsthöhere Startgruppe zu kommen, was in meinem Fall etwas vermessen war.

Schlangen vor den Dixi-Klos des Berlin Marathons.

Die Nervosität steigt. Noch ein paar Dehnübungen, des sieht immer ziemlich professionell aus, finden Sie nicht auch? Dann noch mal die Versorgungsgels für die Laufstrecke kontrolliert, man will sich ja auch nicht nur von Bananen ernähren müssen. Essen ist wichtig bei 42 km, genauso wie das Trinken. Die Teilnehmer des Berlin-Marathons hatten, wie vom Wetterbericht versprochen, Glück. Es sollte ein sonniger Tag mit idealen Marathontemperaturen werden, so um die 18 Grad.Wer aus dem letzten Block startet, hat zu Beginn ein sehr moderates Lauftempo, da es aufgrund der Dichte des Läuferpulks noch nicht sinnvoll ist, zu überholen.

Mit großem Hallo werden die Starts beim Marathon Berlin beklatscht und bejubelt, und die aufsteigenden Luftballons erinnern daran, dass es sich um den BMW Berlin Marathon handelt.

 Jetzt geht‘s los beim Berlin-Marathon: starten und laufen laufen laufen…

Der Streckenverlauf des Berlin-Marathon führte wie jedes Jahr vom 17.06 über den Ernst-Reuter-Platz Richtung Moabit, wo es nach 5 km in Alt-Moabit den ersten Erfrischungspunkt gab. Auch wenn es nicht richtig heiß war, ist die Aufnahme von Getränken eine lebensnotwendige Angelegenheit. Und ich finde es immer wieder bewundernswert, dass es so viele ehrenamtliche Helfer gibt, die während des gesamten Laufs so viel Leisten, nicht zu vergessen, dass dafür auch im Vorfeld sehr viel Freizeit investiert werden muss.Und es gibt noch etwas ganz Tolles beim Berlin Marathon, der in seiner gesamten Strecke innerhalb Berlins und von Wohnbezirken bleibt, das ist die grandiose Stimmung während des gesamten Laufs und bis zum letzten Läufer vor dem Besenwagen, der nach 6 1/2 Stunden die Strecke räumt. Viele Teilnehmer haben sich ursprünglich als Zuschauer von genau dieser Stimmung mitreißen lassen und aus diesem Grund mit dem Marathontrainig angefangen.

Von Moabit ging es nördlich vom Start am Kanzleramt und Regierungsviertel vorbei zum ersten Versorgungspunkt in der Torstraße, wo ich über meine Leistung ein erstes positives Resümee zog.

Die Beine der Läufer des Berlin Marathon 2012.

Ich fühlte mich wohl und das Publikum am Straßenrand war begeisternd. Ich bewunderte die Leute, die sonntags morgens so viel Unterstützung leisteten. Und egal, wo wir vorbeiliefen, immer wieder gab es Abwechslung durch Tanz- bzw. Musik-Gruppen und von Ein-Mann-Bands bis zur Big Band. Einfach ganz große Klasse. Beim Berlin-Marathon steppt der Berliner Bär auf Berlins Straßen!Mit dem Srausberger Platz ist der östliche Punkt der Laufstrecke erreicht, und die Läufer kommen ein weiteres Mal über den Mauerweg Berlin nach Kreuzberg, wo sie am Kottbusser Tor eine türkische Band empfing. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Die Menschen und Motivationsgruppen mit Ihren unterschiedlichsten Darbietungen waren wieder einmal das „fortlaufende“ Highlight beim Berlin Marathon 2012. Man möchte dabei eigentlich nicht nur Läufer, sondern auch Zuschauer sein. Zumindest einige fotografische Impressionen hatte ich mir organisiert. Denn auch diesmal war ich so schlau, meinen Freund und Starfotografen Lothar Ganz zu überreden, mir vom Berlin-Marathon ein paar Fotos für die Illustration dieses Berichts zu schießen. Dafür hatte ich mir für den Lauf auch extra ein Handy für die notwendigen Lotsendienste eingepackt. Es ist aber gar nicht so einfach, damit während des Laufens klarzukommen.

Vom Halbmarathon bis zum Ziel beim Berlin-Marathon

Nach den Versorgungspunkten 5 und 6 führt die Strecke des Berlin Marathons unter den Yorkbrücken hindurch zur Halbmarathonmarke, bei der ich mich noch erstaunlich gut fühlte, wenn ich auch etwas hinter meiner geplanten Zeit herlief. Der Lauf ging jetzt schon in die dritte Stunde, und der Sieger des Marathon Berlin 2012, Geoffrey Mutai, war schon längst im Ziel. Aber die Gemeinde der Marathonläufer bewegte sich noch unentwegt, von Motivatoren am Straßenrand gesäumt, durch Berlin. Diesmal hatte ich meinen Verpflegungsplan eingehalten und blieb bis zum Ende von dem „Mann mit dem Hammer“ verschont.Dennoch gab es durchaus besonders anstrengende Abschnitte. Der Hohenzollerndamm, welcher dem westlichsten Punkt des Berlin-Marathon folgte, kam mir besonders lang vor. Bei solchen langen Geraden dachte ich, wie viel bequemer es jetzt wäre, auf einer der zahlreichen Fahrradrouten Berlin zu erleben.

Noch immer machten die Zuschauer Stimmung am Straßenrand und begleiteten uns mit ihrem Beifall auf den letzten 10 km über Kurfürstendamm und Potsdamer Platz zurück nach Mitte. Ich gebe zu, die letzten Kilometermarken ab 37 habe ich sehr bewusst wahrgenommen. Aber irgendwann erschien es, das Brandenburger Tor! Von viel Beifall und innerem Jubel getragen, lief ich die letzten Meter durch das Ziel.

Der Berlin Marathon neigt sich dem Ende entgegen.

Mein Fazit zum Berlin-Marathon

Der Marathon Berlin ist schon eine besondere Art, Berlin draußen zu erleben.Mein sportliches Fazit für den diesjährigen Marathon: Super Erlebnis und meine persönliche Bestzeit um 20 Minuten unterboten! Mein ehrgeiziges Zeitziel von unter vier Stunden habe ich jedoch nicht erreicht, so dass ich mich zur Strafe auch für den Berlin-Marathon 2013 wieder anmelden muss.

Der Tag, die Zuschauer, die Läufer waren Spitze, das Wetter konnte nicht besser sein. Mit schweren Beinen ging es nach dem Umkleiden auf gleichen Weg zurück wie zu Beginn. Und nächstes Jahr sehen wir uns alle wieder beim Berlin-Marathon 2013!

Bis dahin gibt es sicher noch den einen oder anderen Artikel zum Thema Berlin-Marathon und laufen in Berlin bei ZOOM-Berlin.de!

Verschenken Sie doch mal ein Berlin-Buch! Ich hätte da mal einen Vorschlag, vielleicht wäre eins der Bücher etwas für Sie, oder doch lieber eine hilfreiches Kleidungsstück?

42,195: Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken
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Das große Laufbuch: Vom richtigen Einstieg bis zum Marathon

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