Der Berliner Mauerfall …

… und die Tage und Wochen danach

Der Berliner Mauerfall am 9. November 1989 ist für viele Menschen in Deutschland und darüber hinaus eines jener Daten, die so aufregend waren, dass viele, die diesen Tag bewusst erlebt haben, noch genau wissen, was sie gerade gemacht haben, als in den Medien die Öffnung der Berliner Mauer bekannt gegeben wurde.

Berliner Mauerfall

Nicht selten werden Erklärungen zum Berliner Mauerfall in Berlin mit Erzählungen über die damalige eigene persönliche Situation verknüpft. Mir ist bis heute nur noch ein zweites in dieser Hinsicht vergleichbares Ereignis in Erinnerung, das vom 11.09.2001 (nine-eleven) in NewYork.
Der Fall der Mauer in Berlin war nicht nur weltpolitisch ein herausragendes Ereignis, sondern auch emotional für viele Berliner und Berlin-Besucher, die diese aufregenden Stunden live vor Ort oder am Fernseher miterlebt haben.

Mauerspechte unterstützen den Berliner Mauerfall

Beton ist bekanntlich ein ziemlich stabiles Baumaterial, aber gegen den unermüdlichen Mauerspecht konnte es wenig Widerstand leisten. Mauerspechte wurden in Berlin jene Zeitgenossen genannt, die mit Hammer und Meißel dem 27 Jahre alten Mauerwall zu Leibe rückten. Natürlich taten die meisten dies nicht nur aus Groll, sondern weil man zur damaligen Zeit damit „’ne Mark“ machen konnte, wie der Berliner zu sagen pflegte.

Mauerspechte zerlegen die Berliner Mauer

Wie gesagt, zuerst kamen die so genannten Mauerspechte, deren vordringlichste Beschäftigung es war, die Mauer (zumindest den bemalten Teil) in handliche, größenmäßig touristisch verwertbare Teile zu zerlegen und dann gegen Bares an den Touristen oder die Touristin zu bringen. Und war mal der bunt bemalte Teil der Mauer abgeschlagen, so wurde unter Umständen flugs neue Farbe aufgetragen und auch daran weitergearbeitet. So verschwand auf diese Weise die ehemals größte Leinwand der Welt. Heute freue ich mich darüber, dass ich zur Mauerzeit ab und zu den Hintern hoch bekommen habe und via Fahrrad-Mauer-Tour-Foto-Safari einige Bilder aufgenommen habe.

In den Mauer-Galerien hier auf ZOOM-Berlin.de kann man diese schon längst vergangenen Objekte von unterschiedlichen Künstlern sehen.

Berliner Mauerfall und Gedenkstätten

Mit der Öffnung der Mauer und ihrem schnellen Abriss hat sich im Stadtbild einiges geändert. Wie auf ZOOM-Berlin.de zu sehen ist, waren die Grenzanlagen in Berlin kein Ausbund an Schönheit. Aus diesem Grund und aus einem verständlichen Groll, taten die Berliner alles, das verhasste Bauwerk ganz zu zerstören und ganz schnell aus dem Blick zu bekommen. Das wiederum hatte den Nachteil, dass bei der Aufarbeitung der Geschichte in Form von Gedenkstätten die Schwierigkeit entstand, noch interessante Mauerobjekte zu finden.

Im Bereich Bernauer Straße im Bezirk Mitte existiert noch ein bescheidenes Stück Berliner Mauer. Auch findet man hier die offizielle Berliner Gedenkstätte, die Einblicke über die Mauerzeit gewährt.

Fotos vom Mauerfall in Berlin

In der Foto-Galerie zum Berliner Mauerfall sehen Sie Fotos, die unmittelbar in der Zeit nach dem Berliner Mauerfall aufgenommen wurden. Diese Fotos haben zum Teil etwas gelitten, da sie nicht unter optimalen Bedingungen gelagert wurden. Auch handelt es sich bei den Aufnahmen nicht um Digitalfotos, sondern wie damals üblich, um Farb- oder Schwarz-Weiß-Fotos bzw. Dias. Diese Fotos wurden aber noch nicht mit einem professionellen Scanner übertragen.