Lapidarium – Grenzen überwinden

Der mexikanische Künstler Gustavo Aceves nennt seine lebensgroßen Pferdeskulpturen, die Anfang Mai 2015 zu sehen sind bzw. waren, „Lapidarium – Grenzen überwinden“. Die Präsentation findet im Rahmen von Veranstaltungen „Mai ’45 – Frühling in Berlin“ statt. Der Künstler wurde nach eigenen Bekundungen auch durch das Schicksal von Flüchtlingen zu dieser Arbeit angeregt. ZOOM-Berlin.de hat für Sie vom Brandenburger Tor Impressionen mitgebracht.

 

Lapidarium – Bilder vom 6. August 2015

„Was fällt Ihnen spontan zu den Bildern ein?“ war die Frage des Therapeuten.
Und das waren die Antworten:
  1. Blick von der fahrbaren Aussichtsplattform auf das Brandenburger Tor und auf das Werk von Gustavo Aceves
  2. ZOOM-Berlin.de hat gezoomt
  3. Materialverlust symbolisiert!
  4. Das Ziel fest im Blick – oder wo beginnt die Reise?
  5. Die Party kann beginnen
  6. Die Sichtweise des Schleusers
  7. Opfer oder Täter – oder Innen- und Außenansicht
  8. Innereien, als Ergebnis von Überlegungen – oder wenn der Geist zur Form wird
  9. Ein Kahn voller Pferdeprothesen
  10. Herz ohne Endversorger
  11. Das Gestell hält am Längsten
  12. Wenn der Durchblick verloren geht
  13. Der Anfang der Kunst – künstliche Zeichen in Stein
  14. Teilweise, mit Blick auf die Suite
  15. Zahlen, sichtbar gemacht auf Pferdekörper
  16. Wuchtig, aber nicht ganz
  17. Bis zuletzt eingesperrt
  18. Eine traurige Geschichte
  19. Es gibt nichts mehr zu pumpen
  20. Schädelkoralle
  21. Schiffbruch des Gerippes
  22. Hufenhaufen – Haufen Hufe
  23. Unsichere Schiffspassage
  24. Teilweise angekommen im Land der Träume
  25. Zahlen werden doch andersrum geschrieben?
  26. Pferdekopfstück in Sinkbarke
  27. Zerrissen, verletzt und teilweise
  28. Bis zuletzt die Form waren!
  29. Früher war ich ein stolzes Pferd
  30. Bald ist die Depression vorbei.
  31. Möchtest du meine Geschichte hören?
  32. Noch ein paar Meter bis zum Gelobten Land
  33. Die Anstrengung war zu groß.
  34. Hauptsache Rückgrat bewahren
  35. Ich möchte nur noch schlafen.
  36. Bis wir alle verkalkt sind
  37. Ich kann euch viele Geschichten erzählen.
  38. Wir sind bis zum Ende zusammengeblieben.
  39. Den allerletzten Gedanken wirst du haben.
  40. Die Teilung wurde abgebrochen.
  41. Das Fotomodell lächelt.
  42. Entropie oder die Unumkehrbarkeit.
  43. Auf die Haltung kommt es an!
  44. Hier war Platz für drei
  45. Bis zuletzt das Ziel fest im Blick
  46. Wenn die Kutsche zum Boot wird
  47. Wirklichkeit verschieden dargestellt – oder: Mach meinen Kumpel nicht an!
  48. Früher hatten Wünsche noch Beine.
  49. Die Flotte der Hoffnungen hat bald ihr Ziel erreicht.
  50. Und das soll ein Sieg gewesen sein?

 

Beeinflusst wurde die Spontanität durch das Wissen über die Einschätzung Anderer über das Kunstwerk. Der Künstler Gustavo Aceves selbst verknüpft es mit dem aktuellen Zeitgeschehen, den über das Meer nach Europa kommenden Flüchtlingen.

Es kommt mir (Ungebildeten) etwas konstruiert vor, vermutlich, weil die Rösser Schicksale von Menschen symbolisieren sollen. Auch die Verknüpfung mit der Themenwoche „Mai ’45 – Frühling in Berlin“ war für mich nicht schlüssig, aber gut – darüber kann man nachdenken.

Etwas willkürlich gewählt scheint auch der Ausstellungsort. Mit Berliner Schnauze formuliert: „Kiek ma‘, da stehen doch schon Gäuler, hamse noch welche dazugestellt!“

Verschenken Sie doch mal ein Berlin-Buch! Ich hätte da mal einen Vorschlag, vielleicht wäre eins der Bücher etwas für Sie?

Verlassene Orte/ Abandoned Berlin
Berlin. Phönix: Nachkriegsfotografien von Erich O. Krueger
Das BerlinBuch 2014: Berlin für Berliner. Galerien, Restaurants, Bars, Flohmärkte, Stadttouren